Unsere Küken (U3)

Im Sommer ist es wieder so weit, die "neuen Kinder" kommen in den Kindergarten - im Hibiduri nennen wir sie liebevoll unsere "Küken".

Für die Küken (und ihre Eltern) beginnt mit dem Eintritt in den Kindergarten ein neuer und vor allem spannender Lebensabschnitt. 


Die Eingewöhnung

Um die Familien bestmöglich bei der Kindergarten-Eingewöhnung zu unterstützen, legen wir viel Wert auf eine herzliche und individuelle Eingewöhnung.

Wie genau die Eingewöhnung abläuft oder wie lange sie andauert hängt von den individuellen Bedürfnissen der Familien und des Kindes ab. 

 

Wichtig ist, dass die Eltern Geduld und Zeit mitbringen. 

Die Kinder (und Eltern) müssen vorerst Vertrauen in uns Erzieher:innen gewinnen, bevor sie sich lösen und sich auf das neue Abenteuer Kindergarten einlassen können. 

"Kinder sind wie Blumen, man muss sich zu ihnen niederbeugen,

wenn man sie erkennen will"

- Friedrich Fröbel -

Die ersten Besuche

In den ersten Tagen der Eingewöhnung besuchen uns die Kinder gemeinsam mit einem Elternteil, dass gibt den Kindern Sicherheit in der neuen/unbekannten Umgebung. 

Manche Kinder bleiben in unmittelbarer Nähe ihres Elternteils und beobachten die anderen Kinder beim Spielen, während manche Kinder bereits in den ersten Tagen schon mitten im Geschehen sitzen und Kontakte knüpfen - jedes Kind darf in seinem eigenen Tempo ankommen.

Nach etwa einer Stunde endet der Besuch. 

 

Die erste kurze Trennung

Nach den ersten Besuchen haben die Erzieher:innen ein Gespür dafür, wann der Zeitpunkt für die erste kurze Trennung des Elternteils gekommen ist. 

Die erste Trennung sollte wirklich nur ein paar Minuten andauern (Telefonat oder Toilettengang), um dem Kind zu vergewissern, dass die Eltern verlässlich sind. In der Zeit ohne Mama/Papa ist stets ein:e Erzieher:in an der Seite des Kindes, so lernt man sich besser kennen und baut das Vertrauen auf. 

 

Schritt für Schritt

In den nächsten Tagen wird die Trennungsphase Schritt für Schritt länger werden, aus 5 Minuten werden 10 oder 15 Minuten ohne Mama/Papa, wobei wir auch hier individuell auf die Kinder eingehen. 

Die Kinder werden immer offener und suchen Kontakt zu den Erzieher:innen und Kindern, sodass sie immer seltener die Nähe des Elternteils einfordern. 

 

Der erste Abschied

Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem sich das Kind im Kindergarten wohlzufühlen scheint und eine sichere Bindung zu eine:r Erzieher:in gegeben ist, darf sich das Elternteil das erste Mal bewusst von seinem Kind verabschieden. Der Zeitraum der Trennung wird individuell mit den Eltern vereinbart. Wichtig ist, dass die Eltern jederzeit abrufbereit sind. 

 

Willkommen im Kindergarten

Und dann ist er da... der erste richtige Kindergartentag. 

Das Kind wird morgens von Mama/Papa in den Kindergarten gebracht, die Pantoffeln noch schnell angezogen und sich voneinander verabschiedet.

Ein:e Erzieher:in nimmt sich dem Kind an und gemeinsam geht es zu den anderen Kindergartenkindern.

Und die Eltern fragen sich: "Wann bist du nur so groß geworden!?"


Küken Treff

Einmal wöchentlich treffen sich alle Küken gemeinsam mit eine:r Erzieher:in zum Küken Treff im Kindergarten. 

Jede Woche findet ein anderes besonderes Angebot statt, an denen sich die ausprobieren können. Es gibt Bilderbuchbetrachtungen, Waldspaziergänge, Matschangebote und vieles mehr. 

 

Oft sind es die kleinen Dinge, die den Kindern besonders viel Freude bereiten. Mit den Händen im Wasser, Sand, Matsch oder Gras zu spielen ist für viele Kinder das Größte und ganz nebenbei werden die unterschiedlichsten Entwicklungsbereiche angeregt:

 

- Tastsinn und taktile Wahrnehmung

- Tiefensensibilität, Kraftdosierung

- Umweltbewusstsein

- Immunsystem

- Sprache

- Emotionale Regulation

- Kreativität und Fantasie

- Motorik: Fein-/Grobmotorik und Koordination

"Wenn Sie Ihr Kind heute sauber aus dem Kindergarten abholen,

dann hat es nicht gespielt und nichts gelernt."

- Maria Montessori -